Aktivitäten

In gemeinsamer Arbeit, mit viel Engagement und Freude geben die Vereinsleute den Ukrainern viel Hoffnung in die Zukunft. Mehr lesen

Unterstützen

Werden Sie Gastfamilie für eine/n junge/n Ukrainer/-inn! So helfen Sie den jungen Menschen mit einer Ausbildung in Deutschland in der Ukraine eine gute Arbeitsstelle zu finden und so das eigene Land zu unterstützen. Mehr lesen

Spenden

Jeder kann HELFEN! Ob als Gastfamilie für junge Menschen für 2 Jahre während des Schulbesuchs oder durch finanzielle Unterstützung - jede Hilfe bringt uns weiter. Mitglied werden

Geschichte der Stadt Kamenez-Podolski - Ukraine

Die nachweisbare Geschichte der Stadt beginnt mit der litauischen Herrschaft im 14. Jahrhundert, sie gehörte von 1430 – 1772 (erste polnische Teilung) zu Polen, erhielt die Magdeburger Stadtrechte 1432 und fiel danach ans russische Reich. In der litauisch-polnischen Blütezeit soll Kamjanez 30 Kirchen beherbergt haben.

Die Stadt wird von einer großartigen Festungsanlage beherrscht, die von ersten Anfängen im 11. Jahrhundert unter verschiedenen Herrschern immer wieder ausgebaut wurde. Es handelt sich um eine der großartigsten Festungsstädte Europas überhaupt, die auch in wesentlichen Teilen sehr gut erhalten ist. Die Festung und die ca 200 historischen Denkmäler sind wohl auch der Grund dafür, daß Kamjanez auf die Kandidatenliste der Städte für das UNESCO-Weltkulturerbe gesetzt worden ist.

Die Türken hatten die Stadt 1672 erobert und hielten sie bis 1699. Die Verbindung zwischen Festung und Altstadt ist die bis heute noch so genannte "türkische Brücke". Von dort bietet sich ein grandioser Ausblick auf die Festungstürme und –wälle einerseits und die Kirchtrüme und Stadttore andererseits. Innerhalb der Stadtmauern lebten jahrhundertelang v.a. Ukrainer, Polen, Armenier und Juden. Alle hatten nicht nur ein eigenes stadtviertel, sondern auch ihnen zugewiesene Abschnitte der Stadtbefestigung und Festung, die sie im Ernstfall zu verteidigen hatten.

Im armenischen Viertel ist die Verkündigungskirche teilweise – nach Zerstörungen in der Türkenzeit – erhalten geblieben wie auch Überreste der armenischen Schule und einiger Wohnhäuser. Die Armenier sind angeblich später in der slawischen Bevölkerung aufgegangen, die jüdische Bevölkerung verschwand im Zweiten Weltkrieg fast völlig. Ein ganz besonderes Kulturdenkmal ist die katholische Peter und Pauls-Kirche, die inzwischen wieder Sitz des katholischen Bischofs ist. Diese Kirche wurde bald nach der Eroberung durch die Türken als Moschee genutzt und mit einem 36 Meter hohen Minarett ausgestattet. Nach der Rückkehr der Polen wurde dieses Minarett nicht etwa zerstört, sondern auf dessen Spitze 1756 eine Marien-Statue aufgesetzt, mit welcher der Patronin Polens für die Türkenbefreiung gedankt wurde. Auch die Predigertribüne (Mimbar) in der Kirche ist mit ihren arabischen Schriftzeichen erhalten geblieben.

Die Kirche und umliegenden Gebäude werden heute von polnischen Restaurateuren wiederhergestellt. Von den vielen Sehenswürdigkeiten sollen nur noch das "Windige Tor" genannt werden (so genannt, da Peter dem Großen hier bei seinem Besuch sein schöner Hut vom Kopf geflogen sein soll), die Kirche des Dominikaner-Klosters und das alte Rathaus aus dem 14. Jahrhundert, das wohl das älteste noch existierende in der Ukraine. Abenteurer können die wackligen Treppen zum Glockenturm aus dem 18. Jahrhundert hinaufsteigen. Nicht nur hier wird deutlich, wie dringend der Renovierungsbedarf der meisten alten Gebäude wirklich ist. Außerhalb der vom Smotritsch umschlossenen Altstadt liegt auch ein anderes kulturhistorisch interessantes Kirchlein, die orthodoxe, hölzerne Kreuz-Erhöhungskirche aus dem 18. Jahrhundert, ein Beispiel der podolischen Holzarchitektur. Das Kirchlein liegt im Vorort Karwassary, dem ursprünglich türkischen Wort für Karawanserei entlehnt.

Text übernommen aus: Manfred Lohmann "Die Ukraine - der neue Nachbar in Europa - Anmerkungen zu Geschichte und Gegenwart", Kiew 2003, Seiten 105 ff. Manfred Lohmann war von 1994 bis 2003 Leiter der Außenstelle Kiew der Konrad-Adenauer-Stiftung; Fotos Charlotte Knuth

  • AUSBILDUNGSUNTERSTÜTZUNG

  • > Ausbildung junger Ukrainer/-innen an der Schulze-Delitzsch-Schule in Wiesbaden
  • > Suche einer Gastfamilie
  • > Vermittlung von Hospitationen ukrainischer Ärzte an deutschen Krankenhäusern
  • AUFBAU VON KLEINBETRIEBEN

  • > Mehrere Schneidereien, ein Friseursalon, eine Druckerei
  • > einer Zahnarztpraxis
  • > eine gynäkologische Praxis
  • > Unterstützung des Behindertenheims
  • > Unterstützung von kinderreichen Familien
  • > Vergabe von Kleinkrediten
  • UNTERSTÜTZUNG VON

  • > Projekt "Essen auf Füssen"
  • > Kinderheimen
  • > Kindergärten
  • > Altenheimen
  • > Kirchengemeinden
  • > Finanzierung eines 18-tägigen Sanatoriumsaufenthaltes